Schreiber-Kolloquium 23. 6. - 25. 6. 2010

Seit Juli 2008 besteht an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden das DFG-Projekt „Die Instrumentalmusik der Dresdner Hofkapelle zur Zeit der sächsisch-polnischen Union. Erschließung, Digitalisierung und Internetpräsentation“. Sein Gegenstand ist die bedeutende Sammlung von Musikhandschriften, die gemäß Fundort auch als „[Noten-]Schrank II“ bekannt ist und zum großen Teil auf den Nachlass von Konzertmeister Johann Georg Pisendel (1687–1755) zurückgeht. Zu den zentralen Fragen gehören die Provenienz von Teilen der Sammlung  und die Identität der Notisten, die Aufschluss über Datierung und Gebrauchszusammenhang verspricht. Das Kolloquium widmete sich diesen Themen, wobei auch methodische Fragen diskutiert und die Grenzen der musikwissenschaftlichen Schreiberforschung ausgelotet wurden. Als Referenten konnten sowohl renommierte Handschriftenexperten als auch Fachleute für die am prominentesten vertretenen Komponisten der Sammlung gewonnen werden.

Im Rahmen des Kolloquiums fand am 23.06. um 20 Uhr ein Konzert im Vortragssaal der SLUB statt.



Das Kolloquium wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Veranstalter danken außerdem der Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB Dresden e.V. für die freundliche Unterstützung.