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News-Archiv
Juli 2011 (2)
Leere Fächer füllen sich
Kurz vor Projekt-Ende sind den MitarbeiterInnen noch wichtige Entdeckungen gelungen: Für drei Stellen, an denen bisher in der Übersichtsliste zum Schrank-II-Bestand nur der Hinweis „Verlust“ zu sehen war, konnten jetzt doch die passenden Exemplare nachgewiesen werden. Es handelt sich um Drucke, die bislang nicht im Fokus der Untersuchungen standen. Konkret sind dies die folgenden Signaturen:
Fach 1 / Lage 44 = H. Albicastro, 6 Sonaten op. 5
Fach 16 / Lage 2 = G.P. Telemann, Der getreue Music-Meister
Fach 40/Lage 8 = A. Vivaldi, 12 Sonaten op. 2
Juli 2011
Schrank-II-Einspielung
Die Batzdorfer Hofkapelle widmet sich in ihrer neuesten Einspielung dem Komponisten Johann Pfeiffer (1697-1761), der in Bayreuth gewirkt hat. Von ihm sind in Schrank II drei Konzerte, eine Sonate und drei Suiten überliefert. Weitere Informationen unter http://www.amazon.de/Pfeiffer-Ouvert%C3%BCren-Konzerte-Deuter/dp/B004SRM69Y/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1307692764&sr=1-5.
Juni 2011
Schrank II im Konzert
Im Rahmen der Reihe "Konzerte im Schloß Schönefeld 2011" wird am 25. Juni 2011 um 16 Uhr ein Sommerfest am Dresdner Hof veranstaltet. Die Chursächsische Capelle Leipzig spielt Werke unbekannter Schrank-II-Komponisten wie Schreyfogel, Ardespin, Porsile und Elmi. Weitere Informationen unter: http://www.barockmusik-in-leipzig.de
April 2011
Schrank II zu Gast bei der Internationalen Wissenschaftliche Konferenz "Fasch - Vater und Sohn" (8.-9. 4. 2011, Zerbst)
Projektmitarbeiter Wolfgang Eckhardt und Steffen Voss sind mit Referaten auf der Konferenz im Rahmen der 11. Internationalen Fasch-Festtage vertreten. Am Donnerstag, d. 7. 4. wird zur feierlichen Eröffnung die moderne Erstaufführung der einzigen erhaltenen Sinfonie von Karl Friedrich Fasch (SLUB-Signatur Mus.3393-N-1) in der Edition von Steffen Voss durch das Main-Barockorchester erklingen. Informationen zum Programm unter http://www.fasch.net
Februar 2011
Klein, aber bedeutend: Neuer Vivaldi-Fund
Eine anonym überlieferte Violinsonate aus Schrank 2 enthält den Eingangssatz der Violinsonate G-Dur RV 22 von Antonio Vivaldi, wie der Musikwissenschaftler und Vivaldi-Forscher Michael Talbot (Liverpool) festgestellt hat, allerdings mit einer abweichenden Bass-Stimme. Der Satz wurde von Pisendel mit drei anderen Sätzen unbekannter Herkunft zu einer "Pasticcio-Sonate" zusammengefügt. Die beiden schnellen Sätze tauchen auch in einer ähnlich konstruierten Sonaten-Bearbeitung Pisendels auf, die schon länger bekannt war (als RV Anhang 98) und in der ebenfalls ein langsamer Einzelsatz aus RV 22 Verwendung fand. Der Fund ist von Bedeutung, da sich darüber die Existenz einer Frühfassung von RV 22 nachweisen lässt. Talbot wird zu diesem Thema auf einem Referat anlässlich der Händel-Festpiele Halle / Saale im Juni 2011 referieren. Seine These: Nachdem Vivaldi seine Partitur Pisendel bei dessen Venedig-Besuch 1716/17 gegeben hatte, verfügte er nur noch über die Violinstimme des Satzes, so dass er gezwungen war, eine neue Bass-Stimme zu der vorhandenen Melodielinie zu schreiben.
Januar 2011
Schrank II bekommt Neuzugang
2 Sonatendrucke des Komponisten Giuseppe Valentini konnten nun wieder eindeutig als Teile der Schrank II-Sammlung identifiziert werden, da sie den entsprechenden Kapellarchiv-Umschlägen, die von den Drucken getrennt aufbewahrt waren, zugeordnet werden konnten. Es handelt sich um die Titel Idee da camera Opus 4 und Alettamenti da camera Opus 8. Sie waren bisher übersehen worden, da es sich untypischerweise für den Schrank II-Bestand um Drucke handelt, während der Großteil der Sammlung aus Handschriften besteht. Weitere Drucke mit Werken von Michele Mascitti und Andrea Zani gehören vermutlich ebenfalls in die Sammlung. Alle diese Werke werden in nächster Zeit von unserem Projekt-Team digitalisiert und online zur Verfügung gestellt.
Dezember 2010
Eine anonyme Violinsonate in D-Dur, geschrieben von Johann Georg Pisendel (Mus.2-R-8,86) konnte als Werk des Florentiner Violinvirtuosen Giuseppe Maria Fanfani identifiziert werden, mit dem Pisendel auf seiner Italienreise 1716/1717 zusammengetroffen war. Bisher wurde vermutet, dass Pisendel keine Werke dieses Musikers mit nach Dresden gebracht hatte. Neben dieser Sonate, die auch in einer Quelle in Cambridge überliefert ist, existiert noch eine Sammlung mit 12 weiteren Violinsonaten Fanfanis in einer Handschrift aus der Biblioteca nazionale, Florenz.
Oktober 2010
Schrank-II-Repertoire im Konzert
Unter dem Titel "Zart besaitet - Die Viola d'amore - ein Juwel der historischen Streichinstrumente. Werke aus Dresdner Handschriften" werden am 28. Oktober um 19.00 Uhr im Krankenhaus Dresden Friedrichstradt, Festsaal Marcolini-Palais folgende Werke aufgeführt:
Franz Simon Schuchbauer:Trio A-Dur
Christian Pezold:Partita A-Dur
Anonymus: Trio D-Dur
Anonymus: Trio A-Dur
Johann Caspar Ganspeckh: Ouverture A-Dur
Schank II-Projekt zu Gast in Wien
Die Projektmitarbeiter Wolfgang Eckhardt, M.A., und Steffen Voss, M.A., werden an der Konferenz „Werk und Wirkung? – Johann Joseph Fux aus dem Blickwinkel der Musiktheorie“ (Wien, 21.-23. Oktober) auf Einladung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit einem Beitrag zur Dresdner Überlieferung der Instrumentalwerke von Fux und seinen Wiener Zeitgenossen teilnehmen. [Flyer zur Tagung] [Ablaufplan] [Abstracts und Curricula]
September 2010
Dr. Nicola Schneider, Zürich, hat den Fund eines Mikrofilms in der Library of Congress in Washington in der online-Ausgabe von 18th Century Music beschrieben. Der Film enthält die verschollene Pisendel-Abschrift des Violinkonzertes D-Dur von Tomaso Albinoni (Talbot-Nr. Co3). Die Abschrift war Teil einer Sammelhandschrift, die in Dresden unter der Signatur 1-O-2 verzeichnet war. Forschungsbericht in Eighteenth Century Music.
Juli 2010
Neues Schrank-II-Manuskript aufgetaucht! Hinter der Signatur Mus.3041-N-2 verbirgt sich eine zu Schrank-II gehörige Sinfonie, die im 22. Fach, 18. Lage aufbewahrt wurde. Sie stammt von dem neapolitanischen Opernkomponisten Rinaldo di Capua (1710 bis nach 1771).
Juni 2010
Seit Juni 2010 wird ein neuer, kostenfreier Online-Katalog zur Musik unter http:opac.rism.info angeboten. Etwa 700.000 Nachweise von meist handschriftlichen Quellen werden in dieser Datenbank ausführlich nach wissenschaftlichen Kriterien katalogisiert angeboten. Darunter befinden sich auch die bereits katalogisierten Schrank-II-Manuskripte.
Mai 2010
Bisher als "mutmaßlich Geminiani" geführte Sonatensammlung Mus.2201-R-7 konnte als Sonatensammlung Johann Jakob Kress' identifiziert werden.
April 2010
Vom 23. bis 25.06.2010 findet im Vortragssaal der SLUB ein internationales Kolloquium zum Thema "Das Instrumentalrepertoire der Dresdner Hofkapelle in den ersten beiden Dritteln des 18. Jahrhunderts – Überlieferung und Notisten" statt.
Im Rahmen des Kolloquiums erklingen am 23.06. um 20 Uhr in einem öffentlichen Konzert einige anonym überlieferte Kompositionen aus dem Schrank-II-Repertoire.
In einem öffentlichen Vortrag am 24.06. um 19.30 Uhr spricht Frau Prof. Dr. Silke Leopold (Heidelberg) über "Europäische Instrumentalmusik im augusteischen Zeitalter".
Der Eintritt zum Konzert und zum öffentlichen Vortrag ist frei.
[Ablauf des Kolloquiums] [Anmeldung] [Flyer]
Januar 2010
Neuer Fasch-Fund: Eine wichtige Quelle, die den Umgang des Konzertmeisters Johann Georg Pisendel mit der Musik auswärtiger Musiker dokumentiert, ist bei der Untersuchung der anonymen Handschriften aufgetaucht. Es handelt sich um eine Teilpartitur eines Konzertes von Johann Friedrich Fasch (FWV L: d7) mit dem dritten Satz dieses Konzertes in einer bearbeiteten Abschrift Pisendels (Signatur Mus.2-P-7,4). Der zugehörige Teil, der die ersten beiden Sätze des Konzertes in der Pisendel-Fassung enthält (Mus.2423-O-38,2), kann durch diesen Fund komplettiert werden (vergleiche Manfred Fechner, Studien zur Überlieferung von Instrumentalkonzerten deutscher Komponisten des 18. Jahrhunderts, Laaber 1999, S. 326).
Dezember 2009
Pünktlich zum Abschluss des Haydn-Jahres 2009 gelang es den Mitarbeitern des Schrank-II-Projektes, in einer umfangreichen Sammelhandschrift ungefähr 20 Sätze aus frühen Streichquartetten und Divertimenti Joseph Haydns zu identifizieren. Weitere Informationen zu diesem Fund werden folgen.





